Ambulante Rehabilitation

Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP)

Verordnung und Genehmigung

Eine EAP kann vom D-Arzt, H-Arzt oder Handchirurgen nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit verordnet werden. Kostenträger ist der Unfallversicherungsträger (Unfallkassen und Berufsgenossenschaften), private Krankenkassen und die Bundeswehr.

Voraussetzungen und Indikationen

Ist erkennbar, dass mit der Krankengymnastik oder Physiotherapie das mögliche Rehabilitationsergebnis nicht ausreichend oder nur verzögert erreicht wird, kann eine EAP angezeigt sein.

Die EAP ist insbesondere indiziert bei

  • Bewegungseinschränkungen nach Gelenk-Teilsteifen,
  • komplexen Gelenkverletzungen mit verzögerter Mobilisierbarkeit,
  • objektiv nachweisbaren Muskelschwächen oder Muskelfunktionsstörungen nach Verletzungen oder Operationen,
  • frühzeitig (innerhalb von 4 Wochen) erkennbarem Stillstand eines anfänglichen Funktionsgewinns unter Standardtherapie der Krankengymnastik/Physiotherapie,
  • koordinativer Leistungsschwäche, insbesondere auch nach zentralen Nervenverletzungen.

Durchführung und Dauer

Die EAP wird von Montag bis Freitag durchgeführt. Die Maßnahme dauert über 14 Tage (10 Behandlungstage) an und beinhaltet eine tägliche Behandlungszeit von mindestens 120 Minuten.

Behandlungsbestandteile sind dabei:

  • ärztliche Eingangs- und Abschlussuntersuchung
  • Eingangs- und Ausgangstest an isokinetischen Geräten
  • Krankengymnastik
  • Manuelle Therapie
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Massage
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Physikalischen Anwendungen wie Elektro- und Wärmetherapie sowie Eisanwendungen.

Können Sie unsere Einrichtung nicht selbstständig erreichen, steht Ihnen bei einer entsprechenden ärztlichen Verordnung unser Fahrdienst zur Verfügung.